Ausstellung KuK-Kästen – der Kunstpfad am Richtsberg: 20 Jahre Internationales Marburger Suppenfest
Fast jeder Mensch hat eine Lieblingssuppe. Um diese Suppe und ihre Geschichte geht es beim Internationalen Marburger Suppenfest. Am 21. Februar 2026 wurde zum 20. Mal das Internationale Marburger Suppenfest gefeiert. Das soll mit einer Ausstellung in den KuK-Kästen – Kunstpfad am Richtsberg gewürdigt werden, die seit 18. Mai 2026 zu sehen ist. Hier dokumentieren Fotografien von den Anfängen bis zur Gegenwart die Entwicklung des Suppenfestes. Der ehemalige Leiter des Marburger Jugendamtes Christian Meineke hatte vor gut 20 Jahren die Idee vom Suppen-Festival „La Louche D‘ Or – Die Goldene Suppenkelle“ aus Lille / Frankreich mitgebracht und dann gemeinsam mit Helga Pukall und dem BSF e.V. durch Karin Ackermann-Feulner und Pia Tana Gattinger für Marburg adaptiert. Eine wichtige Rolle spielte hier auch Susanne Hofmann, die damals von der Stadt an das BSF delegiert worden war. Das 1. Suppenfest fand 2004 in den Räumen der Richtsberggemeinde statt, ebenso das 2. Suppenfest 2006. Da das erste Suppenfest parallel zum Nikolausbasar stattfand und dann auf Anfang des Jahres verschoben wurde, fand das 2.Suppenfest 2006 statt. Wegen ansteigender Besucherzahlen und der Beliebtheit des Suppenfestes fand der erste Umzug in die Thomaskirche statt. Schließlich in das Begegnungszentrum der Marburger Altenhilfe und die Richtsberg-Gesamtschule. Das Suppenfest hat regelmäßig stattgefunden – bis auf eine Ausnahme: 2021 während des Corona-Lockdowns. Unter strengsten Hygiene-Auflagen konnte es jedoch bereits 2022 wieder stattfinden und nach und nach zu den vormaligen Besucherzahlen zurückkehren. Es entstanden zwei Bücher mit Suppenrezepten der Wettbewerbssuppen. Auch dafür war Helga Pukall verantwortlich. Als Schirmherrin des Suppenfestes konnte die Vorsitzende der Marburger Tafel Rita Vaupel gewonnen werden, die gleichzeitig der Fach-Jury des Suppenfestes angehört. Das Marburger Suppenfest stellt eine der wichtigsten Verstetigungen zwischen Innenstadt und Richtsberg dar. Nachdem das Suppenfest über Jahrzehnte hinweg von Karin Ackermann-Feulner und Pia Tana Gattinger organisiert und geleitet wurde, übernahm 2024 Angelika Schönborn Organisation und Leitung für das Marburger Suppenfest. Lange Schlangen vor den Veranstaltungsorten zeugen in jedem Jahr von der Beliebtheit des Suppenfestes, bei dem ein breites Spektrum an nationalen und internationalen Köstlichkeiten probiert werden kann. Auffällig ist, dass mittlerweile auch immer mehr junge Menschen am Koch-Wettbewerb teilnehmen, die offensichtlich Freude daran haben, sich mit gesunder Ernährung auseinandersetzen. Nach dem Probieren kann dann für die beste Suppe des Tages votiert werden. Zum krönenden Abschluss findet schließlich eine kleine Feierstunde statt, bei der die Preise Jury-Preis, Kinder-Preis und Publikums-Preis verliehen werden. Es winken für diese Sieger je ein 50-€-Gutschein und ein Pokal. Zum Gelingen des Suppenfestes tragen alle Jahre wieder gespendete Köstlichkeiten von der Marburger Gastronomie bei.
Die Stationen vom Kunstpfad am Richtsberg befinden sich: (1.) Boxclub: Friedrich-Ebert-Straße 19; (2.) BSF: Damaschkeweg 96; (3.) Elisabeth Verein/Emmaus-Kirche: Leipzigerstraße 20; (4.) Kunstautomat: Christa-Czempiel-Platz/Am Richtsberg 66; (5.) Thomaskirche: Chemnitzerstraße 2; (6.) Astrid-Lindgren-Schule: Sudetenstraße 35; (7.) Caritas Jugendhilfe: In der Badestube 39.


