KuK-Kästen – Der Kunstpfad am Richtsberg: Der Richtsberg im Wandel der Zeiten

In den KuK-Kästen, dem Kunstpfad am Richtsberg wird ab 18.11.2022 eine neue Ausstellung präsentiert, die anhand von historischen Bildern die Entwicklung des Marburger Stadtteils Richtsberg dokumentiert.

Ursprünglich als „Schlafstadt“ konzipiert, um die Wohnungsnot in Marburg zu verringern, wurde der Richtsberg ab den 1960er Jahren im Zuge seiner Bebauung mit verhältnismäßig wenig Infrastruktur ausgestattet. Da es lange Zeit keine vernünftigen Straßen gab, wurde dieser im Werden begriffene neue Marburger Stadtteil auch „Schlammhausen“ genannt.

1973 wurde das BSF e.V. (heute: Bewohnernetzwerk für Soziale Fragen) gegründet, um Sozialarbeit generationenübergreifend und interkulturell leisten zu können. Es sollte ein Begegnungsort für Jung und Alt geschaffen werden, um kulturellen Austausch und Entfaltung zu ermöglichen. Das war die Zielsetzung der BSF-Gründerin Inge Habel. Nach den Plänen des Architekten Georg Solms entstand ein schönes Gemeinschaftshaus, umgeben von grünem Gelände für Veranstaltungen oder auch einfach zum Verweilen im Grünen als einem beliebten Begegnungsort. Die Zielsetzung Inge Habels hat sich voll und ganz erfüllt und durch das unermüdliche Engagement ihrer Nachfolger:innen den Richtsberg zu einem sozialen Stadtteil mit kultureller Vielfalt gemacht, an dem es sich gemeinsam besser leben lässt.

Im März 2022 wurde im Rahmen des Marburger Stadtjubiläums MR800 der Kunstpfad am Richtsberg KuK-Kästen eröffnet. Entwickelt wurde das Konzept von den Projektkoordinatorinnen von Kultur & Kulturen im Netzwerk Richtsberg e.V. und entstand als Idee während des Corona-Lockdowns 2020, als alle Kunst-Ausstellungsorte geschlossen waren. „Kunst und Kultur verbindet“ ist der Ausgangspunkt des Kunstpfads, den man sich erwandern kann, auf dem man sich begegnen und ins Gespräch kommen kann. Der Kunstpfad umfasst 7 Stationen, von denen eine der Kunstautomat auf dem Christa-Cempiel-Platz am Richtsberg ist.

Zum Kunstpfad ist eine ausführliche Wanderkarte erschienen, die kostenlos im BSF-Büro, Damaschkeweg 96 erhältlich ist. Ebenso im Büro der Ortsvorsteherin, Am Richtsberg 66 und bei Marburg Stadt und Land Tourismus im Erwin-Piscator-Haus, Biegenstraße 15.

Marburger Erklärung der Vielen

Kultur lebt von Vielfalt, das ist unsere Haltung als Kultur&Kulturen.

Deshalb haben wir die „Marburger Erklärung der Vielen“ mit unterzeichnet.


Hier die Erklärung:
Demokratie ist ein stetiger Streit der Positionen und Meinungen. Sie gibt nicht nur Freiräume, sondern fordert auch, dass diese gestaltet werden. Um diese Freiheiten zu erhalten, wehren wir uns gegen alle Versuche die Freiheit von Kultur, Wissenschaft und Kunst einzuschränken.
Zu einer freien, demokratischen Gesellschaft gehören Meinungs- und Pressefreiheit. Auch die Freiheit von Kunst, Wissenschaft und Kultur sind auf der Basis der ethischen Werte unserer Verfassung in einer Demokratie nicht verhandelbar. Denn nur in einer Gesellschaft, in der Kulturschaffende, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Kreative frei sind, kann sich eine Gesellschaft weiterentwickeln.
Kunst, Wissenschaft und Kultur setzen sich kritisch mit der Gesellschaft auseinander, fordern den Dialog, die Auseinandersetzung. Hier werden Visionen für die Zukunft entwickelt, gesellschaftliche Zuständen reflektiert. Dies kann Veränderungsprozesse initiieren und den gesellschaftlichen und politischen Diskurs voranbringen.
In Marburg leben Menschen aus über 140 Nationen zusammen. Menschen unterschiedlicher Herkunft prägen das Leben dieser Stadt. Wir begrüßen und feiern die Diversität unserer Gesellschaft, sind uns aber bewusst, dass dies in den gegenwärtigen Zeiten nicht selbstverständlich ist: Auch in der Stadt Marburg und im Marburger Umland gibt es rechtspopulistische Positionen, denen kulturelle Vielfalt und Begegnung, Solidarität und der respektvolle Umgang mit Menschen jeglicher Herkunft und sexuellen Orientierung ein Gräuel darstellt.
Entsprechend dem Grundgesetz (Art. 1-19) ist auch in den Marburger Spielplänen, Lese- und Konzertreihen, Veranstaltungen aller Art die Diversität unserer Gesellschaft fest verankert und soll auch weiterhin abgebildet und gefeiert werden. Sie zu erhalten, zu schützen und zu pflegen und uns dabei klar gegen jegliche Ausgrenzung, Diskriminierung, gegen Rassismus, pseudowissenschaftlichen Revisionismus und nationalistisches Gedankengut zu positionieren ist unser gemeinsames Anliegen. Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit all denjenigen, die von rechten Positionen angegriffen werden. Denn von diesen rechten Positionen geht die Gefahr aus, den freiheitlichen Grundgedanken unserer Gesellschaft zu zerstören.
Der rechte Populismus sowie Radikalismus, der die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision von Freiheit, Diversität und Offenheit angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.
Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen in ihrem Sinne anders Denkenden und anders Lebenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.
Wir als Unterzeichnende der Marburger Kunst-, Wissenschafts- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessenverbände begegnen dieser Gesinnung mit einer klaren Haltung:
• Die unterzeichnenden Kunst-, Wissenschafts- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
• Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
• Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
• Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
• Diese Marburger Erklärung versteht sich als Teil der bundesweiten Aktion „Die Vielen“. Sie hat jeweils lokalen Charakter und wird über regionale Zusammenschlüsse in jeweils eigenen Erklärungen bundesweit verbreitet. Alle Unterzeichnenden sind Einrichtungen von Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft aus Marburg und Umgebung sowie freie Kunst- und Kulturschaffende, ihre Interessenvertretungen oder Verbände. Die Liste ist offen, ihre Unterzeichnung hat den Charakter einer solidarischen Selbstverpflichtung.
• Die Unterzeichnenden wenden sich mit dieser gemeinsamen Haltung an die Öffentlichkeit und orientieren sich in ihrer Arbeit an den erklärten Prinzipien. Sie verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, mit Wissenschaftsinstitutionen und Wissenschaftler*innen, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst, Kultur und Wissenschaft unter Druck geraten. Sie machen den Text sowohl innerhalb der eigenen Organisation wie auch öffentlich bekannt, z.B. auf Internetseiten, in Programmheften, als Aushang in Foyers oder in einer anderen geeigneten Form.
Als Teil der bundesweiten Aktion können die Unterzeichnenden sowie ihre Veranstaltungen und Aktivitäten auf der Homepage www.dievielen.de sichtbar gemacht werden. Umgekehrt können sich die Unterzeichnenden an bundesweiten Aktivitäten und Kampagnen beteiligen.

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

Entschlossen gegen Rassismus!

Um ein deutliches Zeichen der gesellschaftlichen Geschlossenheit, gegen Rassismus und

Rechtsextremismus zu setzen, lädt der Magistrat der Stadt Marburg für

Morgen, Samstag, 22. Februar, um 12 Uhr

vor das Erwin-Piscator-Haus, Biegenstraße 15, Marburg, ein.

Von dort beginnt eine Demonstration zum Marktplatz, die mit einer Mahnwache endet.

ORANGE THE WORLD – Marburg macht mit! Auch am Richtsberg!

Heute, am 25. November finden weltweit Aktionen zur Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen statt. Sie wurden von UN – Women 1991 ins Leben gerufen. Die gesamte Kampagne dauert 16 Tage – vom 25. November bis zum 10. Dezember 2019 (Tag der Menschenrechte -Vereinte Nationen). Die Farbe Orange ist die Kampagnenfarbe. Marburg macht 2019 zum ersten Mal mit! An der Organisation der Veranstaltungen beteiligen sich ZONTA CLUB, die Soroptimistinnen, das Gleichstellungsreferat der Stadt sowie das BSF e.V.

Ziele der Marburger Aktion sind

Am 25. November, 17:30 Uhr, werden die Bäume auf dem Vorplatz des Universitätsgebäudes in der Biegenstraße Orange beleuchtet. Neben Zahlen, Daten und Fakten (ZDF) werden Symbole gegen Gewalt, wie getragene Schuhe präsentiert. Ab 18:00 Uhr wird an Informationsständen im Orange beleuchteten Cineplex-Foyer zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen informiert und über Hilfsangebote informiert werden.

Die Speisekarte im Restaurant Bottega wird spezielle Speisen und Getränke in der Kampagnenfarbe Orange anbieten. Ab 19 Uhr lädt das Gleichstellungreferat der Stadt Marburg zu einer separaten Kinoveranstaltung über häusliche Gewalt ins Capitol ein.

Am Richtsberg gibt es ab dem 25. November 2019 im Kunstmobil eine Ausstellung: „Nein zu Gewalt an Frauen“. Gezeigt werden Collagen zum Thema, die von der BSF Frauengruppe erstellt wurden. Ab dem 27.11.2019 sind außerdem Fotografien der Aktionen in der Biegenstraße am 25.11.2019 zu sehen. Das Kunstmobil steht auf dem Gelände des BSF e.V., Damaschkeweg 96. Die Ausstellung ist bis zum 10.Dezember 2019 während der Öffnungszeiten des BSF e.V. geöffnet.

Galerie am Richtsberg: WIR SIND WIEDER DA!

Es ist uns gelungen wieder eine Galerie für den Richtsberg zu organisieren!

Ab September 2019 gibt es eine mobile Galerie. Wir haben einen Bauwagen, der aktuell umgebaut wird. Danach steht er für Ausstellungen zur Verfügung.

Die erste Ausstellung startet am 6. September 2019 um 17 Uhr, auf dem BSF Gelände. Wir werden an vergangene Projekte anknüpfen, deshalb lautet das Thema: „Wir sind wieder da“.

Künstler*innen, deren Werke  in  vorhergehenden Ausstellungen der Kunstoase bzw. Kunstapotheke zu sehen waren stellen Exponate zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr Interesse an der Ausstellung!

Anschließend können die Werke bis zum  27. 9.2019, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, auf dem Gelände des BSF e.V.  Damaschkeweg 96 besichtigt werden.

Danach freuen wir uns auf weitere Ausstellungen. Interessierte Künstler*innen wenden sich bitte an: info@kultur-und-kulturen.de. Wir können gerne kurzfristig einen Besichtigungstermin vereinbaren.

 

Suppenfest nimmt am Wettbewerb „Neue Nachbarschaft“ teil

Kultur und Kulturen nimmt mit dem inzwischen jährlich stattfindenden Marburger Suppenfest am Wettbewerb „Neue Nachbarschaft“ der Montag Stiftung Urbane Räume teil.

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.neue-nachbarschaft.de.

Die Projektdetails zum Suppenfest finden sich hier.

99 Suppenrezepte

Rechtzeitig vor Weihnachten erscheint das Buch vom Internationalen Marburger Suppenfest am Richtsberg. 99 Rezepte aus sechs Suppenfesten zusammen mit Bildern und Hintergrundinformationen in handlichem. küchengerechtem Format, herausgegeben von Netzwerk Richtsberg e.V.

Interessierte können sich ein Exemplar sichern im Büro der BSF, Damaschkeweg 96.

Übrigens: Das nächste Suppenfest findet am 3. März 2012 statt. Anmeldungen für Köche sind ab demnächst möglich auf dieser Internetseite.

Rezepte vom 6. Internationalen Marburger Suppenfest

Hier können Sie alle Rezepte vom 6. Internationalen Marburger Suppenfest herunterladen.

Pressekurs 2009

Das Ah! und Oh! der Pressearbeit

Pressekurs 2009

Seminar zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Künstler/-innen und Kulturschaffende

Ort: BSF e.V., Damaschkeweg 96, 35039 Marburg.
Vom 26. Mai 2009 – 28. Juli 2009 / 10 Termine
Jeweils 17.30 Uhr – 20.00 Uhr
(auf Wunsch auch Blockseminare)

Image- und Öffentlichkeitsarbeit sind wichtige Erfolgsfaktoren auch für Künstler/-innen und Organisationen, die im kulturellen Bereich tätig sind. Dazu brauchen sie eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Wenn Sie (ehrenamtliche/r) Mitarbeiterin oder Mitarbeiter eines Kulturbetriebes oder selbständige Künstlerin oder Künstler sind, können Sie an der Schulung „Ah! und Oh! der Pressearbeit“ teilnehmen. Sie werden mit maximal 9 weiteren Kulturschaffenden fit gemacht für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit der Seminarleitung bestimmen Sie und die anderen Teilnehmer/-innen die Themenschwerpunkte und arbeiten nach Wunsch auch an Ihren konkreten Projekten.

Das Projekt „Kultur und Kulturen“ im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ fördert die Teilnahme an der Schulung, so dass diese für nur 25 € pro Person angeboten werden kann.

Weitere Informationen bei: Petra Krines
Seminarleitung/PR-Beraterin (DAPR)
Tel: 06422 – 899 543
krines@k3-marburg.de